Dresden – nie befreit, nur vernichtet!

Workshop, 7. Oktober, TU-Dresden, Zellescher Weg 20, SE2/211

„Dresden steht am Anfang des deutschen Jammerkults. Dresden ist die Chiffre der  deutschen Opferrhetorik.“ (Georg Diez)

Dresden hat Probleme – und ein Teil dieser sind eng mit dem Dresdner „Jammerkult“ verbunden:

  • Klare Kante gegen Rechts? Fehlanzeige! Stattdessen sagte die damalige OB Helma Orosz 2008: „Jedes stille Gedenken ist ein Protest gegen Rechtsextremismus.“
  • Die Bombardierung Dresdens im Kontext eines mörderischen Vernichtungskrieges sehen? Nö! Vielmehr: „Wer die Opfer mißbraucht, wird selbst zum Täter!“ (Lars Rohwer, CDU Kreisvorsitzende, 2008)
  • Die Zivilgesellschaft zu aktivem Protest gegen Rechts mobilisieren? Nüscht is! Stattdessen der Versuch, ein Gesetz zur Eingrenzung des Versammlungsrechts im Umfeld von Gedenktagen, um rechte Demos und linke Gegendemonstranten gleichermaßen zu verhindern.

In unserem Workshop im Rahmen der KRETA Dresden WS 2016/17 – Kritische Einführungstage werden wir Dresdens Gedenkzirkus kritisch diskutieren und mit unseren eigenen Vorstellungen einer historisch kontextualisierten Erinnerungskultur, die insbesondere die Täter_innensperpektive mit einbezieht, kontrastieren.

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